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Ein Nachmittag wie in Taizé PDF Drucken

Seit ungefähr einem Jahr trifft sich an jedem 4. Samstag im Monat um 18 Uhr in der Kirchengemeinde Heilige-Geist eine Gruppe von Frauen und Männern zu einer Andacht nach Taizé. Nun hatte sich Besuch angekündigt. Bruder (Frere) Andreas aus Taizé wollte am 13. Juni kommen und man lud aus diesem Anlass herzlich zu einem „Nachmittag wie in Taizé" ein. Etwa 120 Besucher aus ganz Berlin, Brandenburg, Mecklenburg, Portugal und der Schweiz kamen, um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Der Nachmittag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst und anschließenden einführenden Worten des Bruders. Frere Andreas gehört zur Gemeinschaft von Taizé, einem kleinen französischen Ort im Norden Burgunds. Es leben dort ca. 100 Brüder aus über 25 Ländern, die ihr Leben dem friedlichen Miteinander und der Verständigung unter den Menschen widmen. Mittlerweile besuchen jedes Jahr zehntausende Jugendliche aus aller Welt für eine Woche Taizé, um dort — jenseits der Barrieren von Konfessionen, Sprachen, politischen Anschauungen — gemeinsam zu singen und zu beten.

 


Um das besondere der Taizé-Gemeinschaft etwas besser verstehen zu können, wurde zu Beginn des Nachmittags ein Film über die Kommunität gezeigt. Jugendliche aus unterschiedlichen Erdteilen berichteten in ihm — teilweise staunend — über ihre Erfahrungen: so erzählten sie darüber, wie einfach Kommunikation auch ohne eine gemeinsam gesprochene Sprache sein kann; wie sehr sie den Austausch mit anderen, vollkommen fremden Menschen schätzen lernten; wie sie selbst vertraute Menschen neu kennen lernen durften und wie wohltuend das gemeinsame Singen, Beten und Arbeiten ist. Die während der Gebetszeiten gemeinsam gesungenen Taizé-Lieder haben einfache, leicht eingängige Melodien und können in unter- schiedlichen Sprachen gesungen werden. Eins der wohl bekanntesten TaizéLieder ist: Laudate omnes gentes. In Taizé gibt es kein Personal. Jede/r hilft beim Putzen, Kochen und allen anfallenden Arbeiten. Nach dem Film und einer kurz gehaltenen Gesprächsrunde konnte man an verschiedenen Workshops teilnehmen: einen Bericht aus Manila von Bruder Andreas hören, in einer Bibelarbeit über Lukas 14 ins Gespräch kommen, Taizé-Bänke bauen, meditieren oder in der Kirche Taizé-Lieder singen. Um 18.00 Uhr gab es Abendbrot. Und abgerundet wurde der Tag mit einer gemeinsamen Taizé-Andacht. Auch wenn angemerkt wurde, dass es zwar einerseits natürlich nicht wie in Taizé ist oder sein kann, so war doch andererseits viel von dem dortigen Geist spürbar: die in verschiedenen Sprachen — anrührend schlicht — vorgelesenen Bibelstellen, die Weitergabe des Osterlichtes von Mensch zu Mensch, der mehrstimmige Gesang und die wunderbare Akustik dieses Kirchraumes — hob die Teilnehmenden über ihre eigene Grenzen und Begrenztheiten hinweg. Der Geist des Friedens und der Verständigung wehte wirklich.

Frau Guder, KFG & Pfarrerin Rebiger, Heilige-Geist

 
 

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